Darf ich meinen Hund trösten?

Darf ich meinen Hund trösten?

 

Darf ich es nun?
Aber natürlich! … solange es Deinem Hund gut tut! Es ist neurobiologisch unmöglich, Angst durch angenehme Zuwendung zu verstärken. Aber Achtung! Was gut oder besser angenehm ist, entscheidet das Gehirn deines Hundes. Nicht alle Hunde mögen gestreichelt werden, wenn sie geängstigt sind. Von daher, tu deinem Hund etwas Gutes (Angenehmes) und ignoriere seine Angst nicht.
Die Wohlfühlrechnung
Es gibt eine ganz einfache Rechnung, welche dir die Sache mit der Angst vereinfacht. Negative Emotion des Hundes + Angenehme Reaktion des Menschen = Schwächung der negativen Emotion des Hundes Aber: Was als angenehm oder unangenehm eingestuft wird, entscheidet das Hundegehirn. Wird das Streicheln in einer Angstsituation an den Ohren von deinem Hund als unangenehm empfunden, würde die Aussage stimmen, dass die Angst verschlimmert wird. Beobachte deinen Hund und finde heraus, was als angenehm empfunden wird.
Ignorieren?
Angst ignorieren? Bitte nicht! Tatsächlich kann dadurch die Angst noch schlimmer werden. Hunde machen es übrigens nicht anders. Sie trösten sich untereinander auch. Wir nennen das in der Hundefachsprache „Social Support“. Hunde helfen Gruppenmitgliedern in stressenden Situationen durch ihre körperliche Zuwendung und Nähe. Dieses senkt nämlich nachweislich die Stresshormone, den Blutdruck und die Herzfrequenz. Es hilft beängstigende Situationen besser zu bewältigen.