7 Tipps für ein entspanntes Silvester

7 Tipps für ein entspanntes Silvester
Darf ich meinen Hund trösten?
Darf ich meinen Hund trösten? Aber natürlich! … solange es Deinem Hund gut tut! Es ist neurobiologisch unmöglich, Angst durch angenehme Zuwendung zu verstärken. Es gibt dazu eine einfache Rechnung: Negative Emotion des Hundes + Angenehme Reaktion des Menschen = Schwächung der negativen Emotion des Hundes Aber: Was als angenehm oder unangenehm eingestuft wird, entscheidet das Hundegehirn. Wird das Streicheln in einer Angstsituation an den Ohren von deinem Hund als unangenehm empfunden, würde die Aussage stimmen, dass die Angst verschlimmert wird. Beobachte deinen Hund und lerne, was als angenehm empfunden wird. Im Übrigen #trösten sich Hunde untereinander auch. Wir nennen das „Social Support“. Social Support bedeutet Gruppenmitgliedern in stressenden Situationen durch körperliche Zuwendung und Nähe zu helfen. Dieses senkt nämlich nachweislich die Stresshormone, den Blutdruck und die Herzfrequenz. Dieses hilft beängstigende Situationen besser zu bewältigen. Würde es Angst verschlimmern, hätte es sich im Laufe der Evolution nicht halten können.
Nahrungsergänzung & Co.
Es gibt eine Reihe von Nahrungsergänzungs- und homöopathischen Mitteln, die deinem Hund helfen können, den Silvesterstress besser zu meistern. Hierzu zählen Präparate wie: Adaptil, Zylkene, PetRemedy, Bachblüten Rescue Drops, Vitamin B / L-Tryptophan / L-Theanin. In einigen Fällen ist der Gang zum Tierarzt ratsam. Mittlerweile gibt es durchaus angstlösende Medikamente, die deinen Hund nicht in seiner Bewegungsfähigkeit beeinträchtigen, sondern lediglich die Angst nehmen. Sprich mit deinem Tierarzt und teile ihm auch mit, welche Nahrungsergänzungsmittel du bereits verabreicht hast, damit Nebenwirkungen vorgebeugt werden kann. Ebenfalls empfehle ich ein gezieltes Entspannungstraining mit Düften, sowie einem Entspannungssignal. Hunde können tatsächlich auf Signal entspannen.
Bundesemotionsminister - heute und immer!
Heute und sonst auch bist du Bundesemotionsminister deines Hundes. Erzeuge eine gute und angenehme Stimmung und vermeide für deinen Hund stressende Situationen. Spiel und Spaß helfen vielen Hunden dabei, den Tag besser zu überstehen. Ebenfalls ist das Phänomen der Stimmungsübertragung nicht zu unterschätzen. Tu das, was deinem Hund Spaß macht: – Futter suchen – Auslastung sowohl körperlich, als über Denkaufgaben – Targettraining (auch gegen Mitternacht) – … Im Idealfall hast du eine Bedürfnisliste mit Aktivitäten, die dein Hund gerne mag! Konzentriere dich auf diese – jetzt schon!
Dauerschnullerkinder
Hunde sind und bleiben Dauerschnullerkinder. Über das Kauen und Schlecken wird der Teil des Nervensystems angeregt, welcher für Entspannung zuständig ist. Teste vorher, welche Kauartikel dein Hund verträgt und gerne mag. Ebenfalls eigenen sich gefüllte KONGS, die du auch einfrieren kannst. Bei der Mischung kannst du kreativ werden – Hauptsache es ist für Hunde verträglich (z.B. Babybrei mit Leberwurst . . . )
Rückzug
Instinktiv suchen viele Hunde Schutz vor den lauten Geräuschen. Solltest du eine Box haben und dein Hund diese annehmen, empfiehlt es sich, diese mit einer Daunendecke weiter abzudämmen. Sorge für kuschelige Rückzugsmöglichkeiten – heute und eigentlich immer!
Auslastung & Co.
Neben körperlicher Auslastung empfiehlt es sich, deinem Hund ordentlich an Anreicherungen zu schaffen. Du kannst zum Beispiel Suchspiele im Haus mit seinem Futter machen, Targettraining betreiben oder einfach einen Schnüffelteppich oder eine Schnüffelbox bereitstellen. Dieses lastet deinen Hund ungemein aus.
Management
Damit ihr den Tag besser übersteht, bedenke so einige Sachen: – Passe deine Fütterung an, bedenke, wann ihr zuletzt rausgehen werdet . – Dunkel die Räume ab. Frühzeitig! – Lasse den Abend über Musik laufen (Wichtig: Im Radio wird geböllert!). Gewöhne deinen Hund an die Lautstärke. – Mache genau das jetzt schon, um deinen Hund daran zu gewöhnen. – Sichere deinen Hund am Geschirr und Halsband. Angsthunde sind am Sicherheitsgeschirr zu führen. – Schließe die Türen und lass deinen Hund, auch nicht mal kurz, unangeleint raus. – Solltest du Besuch bekommen, schütze deinen Hund vor betrunkenen Menschen. Betrunkene Menschen sind für Hunde deutlich schwieriger einzuschätzen und wie du weißt, können Lebewesen in stressigen Situationen durchaus „anders“ reagieren, als sie es sonst tun würden. – Wenn dein Hund nicht bei TASSO registriert ist, solltest du es jetzt tun! – Um Mitternacht kannst du das machen, was deinem Hund Freude bereitet: Targettraining, Spielen, oder einfach das Knallen mit etwas Angenehmen verbinden -> nach jedem Knall fliegt eine Menge Fleischwurst. – Alternativ machst du die Musik lauter, sofern dein Hund dieses gut verträgt und gibst ihm einen Kauartikel, den er gerne mag. Bleib heute Abend und um Mitternacht bei deinem Hund!
Du benötigst weitere Infos zu dem Thema oder wünscht vor dem Jahreswechsel einen Hausbesuch? Dann kontaktiere mich jetzt!