Ist das noch Spiel?

Ist das noch Spiel?

 

Bewegungsluxus
Spielen ist von Übertreibungen, Wiederholungen und ausufernden Bewegungsluxus gekennzeichnet. Große Geschwindigkeit in der Ausführung von Verhalten, häufige Wiederholungen oder weitausgreifende Bewegungen wie besonders hoch hüpfen, sich besonders platt auf den Boden legen, Haken schlagen usw. kennzeichnen Spiel.
Übertreibungen
Spielen vermittelt den Eindruck der Übertreibung. Dieses ist nicht nur an den weitausgreifenden Bewegungen zu erkennen, sondern auch an Übertreibungen im Bereich der Mimik. Das Maul ist weit aufgerissen, die Augen zeigen einen „irren“ Ausdruck. Die Spielgesichter können sehr unterschiedlich aussehen. Wir sprechen hier von einer Ausdrucksübertreibung. Außerdem wirst du je nach Rasse und Hund unterschiedliche Lautäußerungen hören.
Rollenwechsel
Sprunghafter Wechsel der Rollen (Gejagter und Verfolger). Insbesondere das Sozialspiel beinhaltet einen häufigen Rollenwechsel.
Fehlende Endhandlung
Die Endhandlung ist im Spiel nicht vorhanden, wie zum Beispiel das Beißen. Spielverhalten wird begleitet von sog. Spielsignalen wie zum Beispiel der Vorderkörpertiefstellung (Play-Bow).
Entspanntes Feld
Spielen ist eigenmotiviert und scheint großen Spaß zu machen. Es hat des Weiteren eine ansteckende Wirkung. Zeichen, die zum „Ernstbezug“ gehören, fehlen. Spiel ist jederzeit von den Spielpartnern zu beenden.